Parodontitis: Zahnbestand sichern

Parodontitis, die unbehandelt zu Zahnverlust führt, ist eine sich meist schleichend entwickelnde Erkrankung des Zahnhalteapparates. Mit einer Prävalenz von bis zu 50% unter Erwachsenen ist sie darüber hinaus eine sehr häufige Erkrankung. 

Neueste Studien belegen bei Patienten mit Parodontitis eindrücklich einen  Zusammenhang zwischen Parodontitis und dem Risiko an Diabetes zu erkranken (bis zu 8 mal höhere Wahrscheinlichkeit), einen Schlaganfalls (bis zu 3 mal höhere Wahrscheinlichkeit) oder  einen Herzinfarkt (bis zu 5 mal höhere Wahrscheinlichkeit) zu erleiden. In der Schwangerschaft ist das Risko einer Frühgeburt bei einer Erkrankung an Parodontitis um das 3 fache erhöht.

 

Da sich Parodontitis meist schleichend entwickelt, ist in unserer Praxis eine gezielte Diagnostik im Hinblick auf eine mögliche Erkrankung an Parodontose Bestandteil einer jeden Kontrolluntersuchung.

 

Stellen wir bei Ihnen ein Risiko fest, wird zunächst nach einer immer zwingend notwendig vorgeschalteten professionellen Reinigung (PZR) Ihrer Zähne, ein genauer Befund jedes einzelnen Zahnes erhoben. 

 

Je nach Schweregrad kann im günstigsten Fall Ihre Parodontose durch eine Behandlung mit einem speziellen Ultraschallgerät und antimikrobieller Spüllösung gestoppt werden. Ist durch die Parodontose schon ein Verlust an Knochen, der ihre Zähne umgibt, aufgetreten, kommen unter Umständen chirurgische Techniken zum Einsatz. Dies kann eine Reingung der Zahnwurzeloberflächen unter Sicht (offene Kürettage) sein oder auch das gezielte Auffüllen von Knochendefekten mit einem Knochenersatzmaterial.

 

Im Rahmen der Parodontitistherapie erlernen sie zusammen mit unserem speziell geschulten Personal Techniken zur Optimierung ihrer häuslichen Mundhygiene. Denn Parodotose kann nur im Team besiegt werden: Gezielte Thearpie in der Zahnarztpraxis in Kombination mit einer optimalen häuslichen Zahnpflege bietet die Chance, eine erneute Infektion mit Parodontitiserregern verhindern.